WANN TRITT MAN IN DEN IHRAM EIN?

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Die richtige Zeit und der richtige Ort für den Ihram-Zustand

Der Ihram-Zustand muss vor dem Überschreiten des sogenannten Mīqāt angenommen werden. Wird die Mīqāt-Grenze überschritten, ohne in den Zustand des Ihram eingetreten zu sein, wird eine Sühne fällig, die Hadsch oder Umrah bleibt jedoch gültig. Der Mīqāt unterscheidet je nach dem von wo aus man in den Ḥaram-Bereich einreisen möchte.
Nach der ḥanafitischen Rechtsschule ist es empfehlenswert den Ihram-Zustand anzunehmen, wenn man die Hadsch-Reise von seinem Heimatort aus antritt, während die mālikītische sowie ḥanbalītische Schule empfehlen, den Iḥram erst vor der Mīqāt-Grenze anzunehmen.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, vor dem Mīqāt in den Ihram zu gehen und mit dem Flugzeug reisen, haben Sie je nach Fluggesellschaft verschiedene Möglichkeiten, wo Sie Ihre Ihram-Kleidung anlegen können.

Eintreten in den Ihram

Vorbereitung

Bevor man die Ihram-Kleidung anlegt ist es empfohlen im Zustand der körperlichen Reinheit zu sein und zu Hause für die persönliche Hygiene zu sorgen, so wie es der Prophet ﷺ angeordnet hat. Abū Huraira (r) berichtet: Ich hörte den Propheten ﷺ sagen: „Fünf gehören zur natürlichen Veranlagung: Die Beschneidung, das Rasieren der Schamhaare, das Kürzen des Schnurrbarts, das Schneiden der Nägel und das Zupfen der Achselhaare.“ (al-Bukhārî, Muslim und Aḥmad).

Entsprechend wird empfohlen die körperliche Reinigung und die rituelle Ganzkörperwaschung (al-Ghusl) durchzuführen, zumindest sollte die rituelle Gebetswaschung (al-Wuḍūʾ) vollzogen werden.

Al-Ihram für Frauen

Frauen müssen sich nicht an eine bestimmte Kleiderordnung halten und können tragen, was sie wollen. Wichtig ist nur, dass es sich um normale, bescheidene und bedeckende Kleidung mit einer Kopfbedeckung beliebiger Farbe handeln sollte. Hände und das Gesicht müssen jedoch unbedeckt sein.

Al-Ihram für Männer/ Welche Kleidung trägt man im Ihram? (Mann/Frau)

Männer müssen alle Kleidungsstücke wie Hemden, Hosen, Westen und Unterwäsche ausziehen, die genäht oder auf die Körperform zugeschnitten sind, bevor sie sich in den Ihram-Zustand begeben. Sie können die Kleidungsstücke, die gegen die Bedingungen des Ihram verstoßen, wie z. B. Unterwäsche, auch erst kurz vor dem Überschreiten der Mīqāt-Grenze ablegen bzw. auch kurz vor dem Aussprechen der Absicht und somit dem Eintritt in den Ihram-Zustand.

Die Ihram-Kleidung besteht aus zwei weißen, einfachen Stoffstücken, dem Izār, das um die Taille gewickelt wird und den Unterkörper bedeckt, und dem Ridāʾ, der über die Schultern gelegt wird und den Oberkörper wie ein Schal bedeckt. Schuhe/Sandalen können genäht oder nicht genäht sein, dürfen aber die Ferse und die Knöchel nicht bedecken. Die ḥanafitische Rechtsschule schreibt außerdem vor, dass der obere Teil des Fußes, insbesondere der Ristbereich, wo normalerweise die Schnürsenkel gebunden werden, ebenfalls unbedeckt bleiben muss.

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